Geschichte des Vogtlands
Mit einem Auszug aus einem Gedicht von Julius Mosen, welches er als innigsten Gruß seiner vogtländischen Heimat aus der Ferne widmete, möchten wir Sie mit dem Vogtland vertraut machen.
Aus der Fremde,
wo auf hohen Tannenspitzen,
die so dunkel und so grün.
Drosseln gern verstohlen sitzen,
weiß und rot die Moose blühn,
zu der Heimat in der Ferne,
zög' ich heute noch so gerne…
Dieses Gedicht zeigt die Heimatliebe und Verbundenheit der Vogtländer. Die Geschichte des Vogtlandes besagt, dass mit Beginn des 13. Jahrhunderts von Kaiser Friedrich I neue Landesherrenvögte von Weida als Regenten eingesetzt wurden, die dem Gebiet um Plauen den Namen "Vogtland" gaben. Plauen selbst findet in der Weiheurkunde der Johanniskirche von 1122 erstmals als "vicus Plawe" Erwähnung. In einer Urkunde aus dem Jahre 1244 wird Plauen als Stadt bezeichnet. Heinrich I war zu dieser Zeit Vogt von Plauen und erweiterte die Stadt über die bestehende Stadtmauer hinaus.
Im Oberen Vogtland, dem so genannten "Musikwinkel", siedelten sich Mitte des
17. Jahrhunderts aus Glaubensgründen böhmische
Musikinstrumentenbauer an, deren Handwerkskunst den
Grundstein für den Aufbau zu einem der führenden Zentren des
Musikinstrumentenbaues legte.
Dank eines filigranen Erzeugnisses, bekannt als "Plauener Spitze", nahm
die Stadt nach Hungersnöten, Stadtbränden und vielen Kriegen in der Zeit
der Industrialisierung einen enormen Aufschwung und wurde zum
Welthandelspartner. Die Spitzen- und Stickereiindustrie
weitete sich auf viele Landstriche des Vogtlandes aus. Dauerkrisen kurz
vor dem 1.Weltkrieg wirkten sich sehr nachteilig auf die Spitzen- und
Stickereiindustrie aus. Der 2.Weltkrieg zerstörte die Stadt zu mehr
als 70%. Erst nach 1950 lebte die Industrie der Stadt mit den
Hauptzweigen Textil, Metallbau und Druckmaschinen wieder auf.
Heute erlebt das Vogtland mit seiner "Hauptstadt" Plauen Anerkennung im
In- und Ausland und zeigt neben seinen landschaftlichen
Schönheiten, Sehenswürdigkeiten, Erholungs-, Kur und
Heilmöglichkeiten eine neue Anschaulichkeit modernen
Geschmacks.
Apropos Geschmack: Die edlen Biere des Vogtlandes und der Stadt einschließlich traditioneller Speisen aus der Region erhalten Sie in unserer Gaststätte.
Erzählungen und (wahre) Geschichten über die Originale des Vogtlandes
Der "Blumenaugust" war ein um die Jahrhundertwende in Plauen
populärer Straßenhändler und Stadtoriginal. Er wurde Jahre später
durch die geschwätzige Marktfrauen - die "Neideiteln" -, die neben
humoristischen Einlagen auch schlagfertige Kritiken an örtlichen
Unzulänglichkeiten übten, abgelöst. So gibt es auch sagenhafte
Geschichten über den Ursprung der Stadt Plauen.
Johannes, ein Hirtensohn, ging vor langer, langer Zeit über den heutigen
Topfmarkt und traf dort das schöne Mädchen Johanna. Dort, wo sie sich
zueinander legten, wuchs eine blaue Blume, die dem Ort seinen Namen gab.
Dem Paar zu Ehren, erhielt die Johanniskirche zwei Türme.
Die vogtländische Sagengestalt der "Moosmann" lebt in den
weiten Fichtenwäldern zwischen Markneukirchen, Schöneck, Schneckenstein
und Aschberg. Der menschenfreundliche Waldgeist belohnt vor allem
die Menschen in den armseligen vogtländischen Stuben und nistet sich um
die Weihnachts- bis Neujahrszeit zwölf Unternächte lang bei Ihnen ein.
Diese Traditionen um die vogtländischen Originale werden im
Moosmännertreffen gepflegt. Zum jährlichen Plauener
Spitzenfest dürfen die "Neideiteln" und der "Blumenaugust" neben der
hübschen Spitzenprinzessin nicht fehlen.
Wir wünschen Ihnen schöne Stunden!
Sind Sie zufrieden, empfehlen Sie uns weiter.
Sind Sie es nicht, sagen Sie es uns.
Unsere Speisen werden täglich frisch für Sie zubereitet, sollte es zu
einer kurzen Wartezeit kommen, so bitten wir um Ihr Verständnis.

